INTERVIEW · AUGENOPTIK & PERSÖNLICHKEIT
Wenn aus einem Beruf Leidenschaft wird
Brillen-Mosqua GmbH
Es gibt Menschen, bei denen man nach wenigen Minuten merkt, dass sie nicht einfach nur einen Beruf ausüben.
Tatjana Chirico gehört dazu. Wenn die Geschäftsleitung von Brillen-Mosqua über Augenoptik spricht, geht es schnell um weit mehr als Sehstärken, Fassungen und Gläser. Es geht um Menschen, Vertrauen, handwerkliche Präzision und um die Freude daran, für jemanden eine Lösung zu finden, mit der er sich wirklich wohlfühlt.
Dass Tatjana einmal genau hier ankommen würde, war lange alles andere als selbstverständlich. Nach ihrer Zeit im Internat Schloss Salem hatte sie zunächst eine ziemlich klassische Vorstellung von Erfolg. Studium, Karriere, gutes Einkommen. Sie begann mit BWL und wechselte später in die Humanmedizin. Auf dem Papier waren das vernünftige Entscheidungen. Nur wirklich glücklich machten sie Tatjana nicht.
Irgendwann stellte sie sich deshalb eine andere Frage. Nicht mehr, welcher Beruf besonders angesehen ist oder die besten Karrierechancen verspricht, sondern was eigentlich zu ihr passt. Handwerk, Mode, medizinisches Wissen, Ästhetik, Verkauf, Abwechslung und vor allem die Arbeit mit Menschen. Plötzlich führte erstaunlich viel davon zu einem Beruf.
Tatjana zog nach Ludwigsburg, absolvierte ihre Ausbildung mit einer Auszeichnung für sehr gute schulische Leistungen und schloss anschließend die Meisterschule ab. Es folgten Führungsverantwortung, Tätigkeiten im Vertrieb für internationale Luxusmarken sowie ihre Arbeit als Dozentin und Prüferin.
Heute gehört Tatjana als Geschäftsleitung zum Team von Brillen-Mosqua. Und wenn sie über ihre Arbeit spricht, entsteht nicht der Eindruck, dass sie noch auf der Suche nach dem nächsten großen Karriereschritt ist. Vielmehr wirkt es so, als hätte sie den Platz gefunden, nach dem sie lange gesucht hat.
Mehr als eine Brille
Was Tatjana an der Augenoptik begeistert, versteht man schnell, wenn man ihr zuhört. Kaum ein Arbeitstag besteht nur aus einer Aufgabe. Beratung und Verkauf gehören ebenso dazu wie Sehstärkenbestimmung, Kontaktlinsen, die Auswahl neuer Fassungskollektionen, Büroarbeit, Buchhaltung und die Arbeit in der Werkstatt.
Dabei ist eine Brille für Tatjana weit mehr als ein Produkt, das eine Sehschwäche korrigiert. Sie sitzt mitten im Gesicht eines Menschen. Sie kann dessen Erscheinung verändern, Persönlichkeit unterstreichen und darüber entscheiden, ob sich jemand mit seinem eigenen Spiegelbild wohlfühlt.
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Genau deshalb spielt Zeit eine entscheidende Rolle. Bei Brillen-Mosqua soll nicht möglichst schnell irgendeine halbwegs passende Fassung gefunden werden. Es geht darum, zuzuhören, genau hinzusehen und zu verstehen, was der Mensch gegenüber tatsächlich braucht. Besonders deutlich wird der Wert dieser Arbeit für Tatjana dann, wenn Kunden ins Geschäft kommen, die mit ihrer bisherigen Lösung nicht glücklich geworden sind.
Manchmal liegt das Problem beim Sehen, manchmal beim Tragekomfort und manchmal passt eine Brille schlicht nicht zum Menschen. Eine gute Beratung muss all diese Dinge zusammenbringen. Genau an diesem Punkt treffen handwerkliches Können, Erfahrung und ein feines Gespür für Menschen aufeinander.
Qualität statt Quantität
Dieser Gedanke zieht sich durch Tatjanas Erzählungen immer wieder. Für sie entscheidet sich gute Augenoptik nicht allein an einer hochwertigen Fassung oder einem guten Brillenglas. Entscheidend ist, was aus diesen einzelnen Komponenten am Ende für den Menschen entsteht, der vor ihr sitzt.
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Genau darin erkennt man auch den Anspruch, den Tatjana mit ihrer Arbeit verbindet. Besondere Fassungen, hochwertige Materialien und moderne Gläser schaffen die Grundlage. Dazu kommen Erfahrung, handwerkliche Präzision und vor allem die Bereitschaft, sich für eine Beratung die notwendige Zeit zu nehmen.
Das klingt zunächst nach einem einfachen Grundsatz. Im Alltag bedeutet er jedoch, nicht jede Beratung nach demselben Schema abzuarbeiten. Menschen unterscheiden sich in ihrem Sehvermögen ebenso wie in ihrem Alltag, ihrem Stil und ihren Erwartungen an eine Brille. Genau diese Unterschiede müssen berücksichtigt werden.
Vielleicht entsteht gerade dadurch etwas, das im klassischen Einzelhandel zunehmend selten geworden ist. Kunden erinnern sich nicht nur an das Produkt, das sie gekauft haben, sondern an die Person, die sich Zeit für sie genommen hat. Für Tatjana ist genau diese persönliche Verbindung ein wesentlicher Teil ihres Berufs und einer der Gründe, warum sie ihn bis heute mit so viel Begeisterung ausübt.
Wenn Handwerk auf Zukunft trifft
Wer bei Augenoptik ausschließlich an Brillengestelle, Sehtafeln und die klassische Werkstatt denkt, unterschätzt, wie technologisch sich die Branche inzwischen entwickelt hat. Moderne Messverfahren ermöglichen heute eine Präzision, die vor wenigen Jahren kaum denkbar gewesen wäre. Individualisierte Brillengläser können immer mehr persönliche Parameter berücksichtigen und auch künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in moderne Analyseverfahren.
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Tatjana betrachtet diese Entwicklung mit großer Offenheit. Für sie steht moderne Technologie nicht im Widerspruch zur persönlichen Beratung. Im Gegenteil. Je präziser Messungen werden und je mehr Informationen zur Verfügung stehen, desto besser können diese in die individuelle Beratung einfließen.
Denn selbst die beste Technik kennt nicht automatisch den Alltag eines Menschen. Sie weiß nicht, wann eine Brille getragen wird, welche Anforderungen der Beruf stellt oder mit welcher Fassung sich jemand wirklich wohlfühlt, weil sie zu seiner Persönlichkeit und seinem Leben passt. Genau das ist die Kunst eines wirklich guten Augenoptikers.
Diese Verbindung aus traditionellem Handwerk und moderner Technologie prägt auch Tatjanas Arbeit bei Brillen-Mosqua. Stillstand passt ohnehin nicht besonders gut zu ihrem beruflichen Weg. Weiterbildung, neue Verfahren und die Bereitschaft, das Unternehmen kontinuierlich weiterzuentwickeln, begleiten sie stets.
Wissen weitergeben
Tatjanas Anspruch an ihren Beruf endet nicht an der Ladentür. Seit vielen Jahren gibt sie ihr Wissen weiter und begleitet damit auch Menschen, die selbst ihren beruflichen Weg in der Augenoptik gehen. Sie engagiert sich in Meister- und Gesellenprüfungsausschüssen und hat angehende Augenoptiker unterrichtet.
Hinzu kamen Aufgaben im Bereich Professional Education, bei denen sie andere Augenoptiker und Kollegen fachlich unterstützt. Für Tatjana gehört das zusammen. Wer über Jahre Erfahrung sammelt, sollte dieses Wissen nicht nur für sich behalten, sondern auch dazu beitragen, dass sich das eigene Handwerk weiterentwickelt.
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Gerade darin liegt für sie ein weiterer Reiz. Wissen zu vermitteln bedeutet gleichzeitig, selbst neugierig zu bleiben, neue Entwicklungen zu verfolgen und den eigenen fachlichen Anspruch kontinuierlich zu überprüfen.
Davon profitieren am Ende nicht nur angehende Augenoptiker und Kollegen. Die Erfahrung fließt jeden Tag zurück in Tatjanas Arbeit bei Brillen-Mosqua und damit direkt in die Beratung der Menschen, die ihr und ihrem Team dort gegenübersitzen.
Angekommen
Vielleicht ist gerade Tatjanas persönliche Entwicklung der interessanteste Teil ihrer Geschichte. Früher verband sie Erfolg mit Geld, Karriere und dem Vergleich mit anderen. Heute sieht sie vieles anders.
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der mehr hat.
Tatjana hat für sich mittlerweile eine völlig andere Definition von Erfolg. Für sie bedeutet er heute, mit etwas seinen Lebensunterhalt verdienen zu können, das man wirklich gerne macht und in dem man gut ist. Mit Menschen zusammenzuarbeiten, die diese Begeisterung teilen. Und gleichzeitig genügend Zeit und Energie für die Freizeit, seine anderen Interessen, persönliche Entfaltung und die Menschen zu haben, die einem wichtig sind.
Wahrer Luxus hat für sie deshalb weniger mit Status zu tun. Es geht um Lebensfreude und inneren Frieden. Bei Brillen-Mosqua scheint sie einen Ort gefunden zu haben, an dem genau diese Vorstellung funktioniert. Sie spricht über das Team familiär und über ihre Arbeit mit einer Begeisterung, die unmittelbar ansteckend ist.
Vielleicht ist genau das auch eine der stärksten Formen von Werbung für ein Unternehmen. Nicht die reine Behauptung, sondern dass Menschen dort gerne arbeiten, Mitarbeiter bei denen man tatsächlich spürt, dass das was sie tun von Herzen kommt.
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Der richtige Weg muss nicht der geradeste sein
Tatjanas Geschichte zeigt, dass Umwege nicht zwangsläufig verlorene Zeit sind. Manchmal braucht es verschiedene Stationen, um herauszufinden, was wirklich zu einem passt und wo die eigenen Stärken liegen.

und einem besonderen Anspruch an persönliche Beratung.
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Samstag 9 – 15 Uhr



















