KD MAGAZIN / EVENTS & GESELLSCHAFT
Wenn Persönlichkeit den Laufsteg erobert
| 18. OKTOBER 2026
| STUTTGART
| RESTAURANT MALO
KD Magazin Redaktion · Fashion, Menschen & Gesellschaft
26 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, neun prominente Jurymitglieder, drei Finaltickets und zahlreiche persönliche Geschichten:
Am 18. Oktober 2026 verwandelte sich das Restaurant MALO in Stuttgart in eine Bühne für Menschen, die zeigen wollten, dass Schönheit weit mehr bedeutet als ein perfektes Äußeres. Das KD Magazin war vor Ort und sprach mit Menschen vor und hinter den Kulissen.
| 26 Teilnehmende |
9 Jurymitglieder |
3 Finaltickets |

Face of Germany im Restaurant MALO.
Ein Laufsteg, 26 Gesichter und eine gemeinsame Botschaft
Sonntagnachmittag in Stuttgart. Wo normalerweise Gäste zwischen außergewöhnlicher Gastronomie und urbanem Ambiente zusammenkommen, richtet sich die Aufmerksamkeit an diesem 18. Oktober auf einen Laufsteg. Kameras werden ausgerichtet, Gespräche geführt, letzte Vorbereitungen getroffen. Die Spannung steigt.
Das Restaurant MALO in der Eichstraße ist an diesem Nachmittag bis auf den letzten Platz gefüllt. Wer keinen Sitzplatz mehr findet, verfolgt das Geschehen im Stehen. Zwischen prominenten Gästen, Fotografen, Medienvertretern und neugierigen Zuschauern stehen vor allem 26 Menschen im Mittelpunkt, die unterschiedlicher kaum sein könnten.
Sie alle haben sich entschieden, bei Face of Germany anzutreten. Manche bringen bereits Erfahrungen aus der Modelwelt mit, andere betreten zum ersten Mal eine solche Bühne. Was sie verbindet, ist der Wunsch, sich zu zeigen und vielleicht einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen.
Denn Face of Germany möchte mehr sein als ein klassischer Schönheitswettbewerb. Persönlichkeit, Charisma, Selbstbewusstsein und die eigene Lebensgeschichte sollen ebenso zählen wie das äußere Erscheinungsbild.

Face of Germany im Restaurant MALO.
Ralf und Ines Klemmer: Eine neue Idee von Schönheit
Hinter Face of Germany stehen zwei Persönlichkeiten, die Schönheitswettbewerbe in Deutschland seit Jahrzehnten kennen: Ralf und Ines Klemmer.
Über viele Jahre haben sie die traditionsreiche Miss-Germany-Wahl mitgestaltet. Inzwischen wird diese von ihrem Sohn Max Klemmer geführt. Mit Face of Germany verfolgen Ralf und Ines einen eigenen Ansatz.
Die Idee dahinter: Menschen sollen nicht ausschließlich nach klassischen Schönheitsidealen beurteilt werden. Auch Lebenserfahrung, Persönlichkeit und individuelle Ausstrahlung verdienen einen Platz im Rampenlicht.
Damit trifft das Konzept eine Frage, die weit über die Modelbranche hinausgeht: Wer entscheidet eigentlich, was schön ist?
Die Antwort darauf fällt an diesem Nachmittag so unterschiedlich aus wie die Menschen auf dem Laufsteg.

Marc Wenger bringt Face of Germany nach Stuttgart
Dass der Wettbewerb im Herzen Stuttgarts stattfinden konnte, ist auch Marc Wenger zu verdanken. Als lokaler Organisator brachte er die verschiedenen Beteiligten zusammen und sorgte dafür, dass aus dem Casting ein gesellschaftliches Ereignis wurde.
Mit dem Restaurant MALO und Gastgeber Lorenz Grohe fand Face of Germany einen Veranstaltungsort, der den passenden Rahmen bot: eine außergewöhnliche Kulisse, zahlreiche Gäste und eine Atmosphäre zwischen Fashion, Unterhaltung und persönlicher Begegnung.
Doch bevor die Jury ihre Entscheidung traf, stand zunächst ein ganz anderes Thema im Mittelpunkt.

1.000 Euro für Menschen, die oft übersehen werden
Zwischen Laufsteg, Blitzlicht und prominenten Gästen setzte Face of Germany auch ein soziales Zeichen.
Marc Wenger überreichte eine Spende in Höhe von 1.000 Euro an Gudrun Nopper, die sich mit ihrem Verein Stille Not für ältere Menschen in schwierigen Lebenssituationen engagiert.
Es war ein bemerkenswerter Moment: Während sich an diesem Nachmittag alles um Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit drehte, ging es plötzlich um Menschen, deren Sorgen im Alltag häufig unsichtbar bleiben.
Gudrun Nopper gehörte zugleich zur neunköpfigen Jury und brachte damit auch eine gesellschaftliche Perspektive in den Wettbewerb ein.
Die Spendenübergabe machte deutlich, dass ein Event dieser Art nicht nur Unterhaltung bieten, sondern seine öffentliche Aufmerksamkeit auch für einen guten Zweck nutzen kann.
SOZIALES ENGAGEMENT
1.000 €
Spende von Marc Wenger an Gudrun Nopper
für den Verein Stille Not

Neun Jurymitglieder, neun unterschiedliche Perspektiven
Die Entscheidung über den Einzug ins Finale lag bei einer Jury, die verschiedene Bereiche des öffentlichen Lebens repräsentierte.
Mit dabei waren Ex-Boxweltmeister Firat Arslan, Magier Thorsten Strotmann, Fotograf Christof Sage, Schönheitschirurg Dr. Christian Fitz, Model und Moderator Mustafa Göktas, Sportmoderatorin Silvia Walker, der ehemalige Fußballprofi Martin Spannring, Influencerin Nina Anhan und Gudrun Nopper.
Unterschiedliche Berufe, Erfahrungen und Sichtweisen trafen hier aufeinander. Doch worauf achtet jemand, der Menschen seit Jahrzehnten vor der Kamera erlebt?
DIE JURY IM ÜBERBLICK
Firat Arslan – Boxsport
Thorsten Strotmann – Magie
Christof Sage – Fotografie
Dr. Christian Fitz – Schönheitschirurgie
Mustafa Göktas – Model & Moderation
Silvia Walker – Sportmoderation
Martin Spannring – Fußball
Nina Anhan – Social Media
Gudrun Nopper – Gesellschaftliches Engagement

Christof Sage und Thorsten Strotmann bei der Juryarbeit im MALO.
Christof Sage: Fast fünf Jahrzehnte Erfahrung mit Schönheitswettbewerben
Christof Sage gehört zu den Fotografen, die im Laufe ihrer Karriere zahlreiche bekannte Persönlichkeiten vor der Kamera hatten. Seine berufliche Geschichte reicht weit zurück.
Im Gespräch mit dem KD Magazin erinnerte er sich an seine erste Miss-Germany-Wahl im Jahr 1977 in Hagen. Damals erlebte er die Veranstaltung noch nicht als Jurymitglied. Fast fünf Jahrzehnte später sitzt er nun selbst in der Jury von Face of Germany.
Für Sage entscheidet nicht allein das Aussehen darüber, ob ein Mensch überzeugt.
Vielmehr betrachtet er das Gesamtpaket: Wie bewegt sich jemand? Wie wirkt die Person vor der Kamera? Wie spricht sie? Und welchen Eindruck hinterlässt sie bereits in den ersten Momenten?
Gerade diese kleinen, oft schwer messbaren Eigenschaften machen für den erfahrenen Fotografen den Unterschied.
Auf die Frage, welche Werte er jungen Menschen auf ihrem Weg in die Foto- und Medienbranche mitgeben würde, betonte Sage drei Eigenschaften: Vertrauen, Zuverlässigkeit und Loyalität.
Ein Rat, der nicht nur in der Fotografie, sondern in nahezu jeder Branche seine Bedeutung hat.
CHRISTOF SAGES DREI WERTE
Vertrauen · Zuverlässigkeit · Loyalität

Fotograf Christof Sage bringt fast fünf Jahrzehnte Erfahrung mit Schönheitswettbewerben mit.
Diana: Ein Kindheitstraum bekommt seine Bühne
Nicht jeder Mensch, der an diesem Nachmittag den Laufsteg betritt, wird am Ende mit einem Finalticket nach Hause gehen. Doch für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist bereits die Teilnahme ein persönlicher Erfolg.
So auch für Diana.
Ihre Begeisterung für das Modeln begann bereits im Alter von neun Jahren. Schon damals wollte sie ständig fotografiert werden. Ihre Mutter begleitete diesen Wunsch und hielt unzählige Momente mit der Kamera fest.
Viele Jahre später bot Face of Germany Diana die Gelegenheit, diesen Traum ein Stück weit Wirklichkeit werden zu lassen.
Besonders beeindruckt haben sie die Begegnungen mit Menschen unterschiedlicher Kulturen, Nationalitäten und Lebensgeschichten. Und natürlich der Moment, in dem sie trotz ihrer Nervosität den Mut fand, selbst auf die Bühne zu treten.
„Schönheit ist für mich viel mehr als das, was man auf den ersten Blick sieht.“
DIANA · IM GESPRÄCH MIT KD MAGAZIN
Dass es dieses Mal nicht für das Finale gereicht hat, betrachtet Diana nicht als Niederlage.
„Ich sehe es als einen Schritt auf meinem Weg und nicht als etwas Negatives.“
Im Gegenteil: Die Erfahrung hat sie motiviert, ihren Traum vom Modeln weiterzuverfolgen.
Ihre Geschichte zeigt, dass ein Wettbewerb nicht nur Gewinner hervorbringt, sondern auch Menschen, die mit neuen Erfahrungen und gestärktem Selbstvertrauen nach Hause gehen.

Diana verfolgt ihren Traum vom Modeln seit ihrer Kindheit. Die Teilnahme in Stuttgart war ein weiterer Schritt auf ihrem Weg.
Drei Gesichter sichern sich den Einzug ins Finale
Nach den Auftritten und der Bewertung durch die Jury stand schließlich die Entscheidung fest.
Drei Teilnehmer konnten sich beim Stuttgarter Wettbewerb für das Finale im Europa-Park Rust qualifizieren:
DIE DREI FINALISTEN AUS STUTTGART
33 Jahre · Koblenz
32 Jahre · Obersulm
35 Jahre · Tübingen
Für sie geht die Reise weiter. Doch hinter jedem dieser Namen steht eine eigene Geschichte.
Eine davon hat uns besonders interessiert.

Alena Krempl: Eine Siegerin mit einer Herzensangelegenheit
Alena Krempl ist in der Welt der Schönheitswettbewerbe keine Unbekannte. Bereits 2018 wurde sie Vize Miss Germany. Heute arbeitet sie selbstständig als Model und zusätzlich in Teilzeit am Empfang einer Tierarztpraxis.
Mit ihrem Sieg bei Face of Germany in Stuttgart erreicht sie einen weiteren Meilenstein. Doch im Gespräch mit dem KD Magazin wird schnell deutlich, dass es ihr dabei um mehr geht als um Titel und Aufmerksamkeit.
„Für mich bedeutet dieser Titel nicht nur eine persönliche Auszeichnung, sondern auch eine Chance, meine Reichweite für etwas einzusetzen, das mir besonders am Herzen liegt: den Tierschutz.“
ALENA KREMPL · IM GESPRÄCH MIT KD MAGAZIN
Alena möchte ihre Bekanntheit nutzen, um Menschen für das Leid von Tieren zu sensibilisieren und ihnen eine Stimme zu geben.
Ihre eigenen Katzen stammen aus dem Tierschutz und sind für sie vollwertige Familienmitglieder. Auch durch ihre Tätigkeit in der Tierarztpraxis erlebt sie, wie sehr Tiere auf menschliche Fürsorge angewiesen sind.

Alena Krempl verbindet ihre Leidenschaft für das Modeln mit dem Wunsch, sich für den Tierschutz einzusetzen.
Foto:
Michael Engelhardt
Daneben begleitet sie der Sport seit zwölf Jahren. Er gibt ihr Ausgleich, Disziplin und die Motivation, persönliche Ziele konsequent zu verfolgen.
Auf die Frage, was einen Menschen wirklich schön macht, nennt Alena Respekt, Empathie, Ehrlichkeit und ein gutes Herz. Besonders wichtig ist ihr dabei der Umgang mit Lebewesen, die auf unsere Hilfe angewiesen sind.
Ihr Blick richtet sich nun auf das Finale und auf weitere Projekte in der Modelwelt. Gleichzeitig möchte sie ihr Engagement für den Tierschutz ausbauen.
Einen Gedanken aus unserem Interview bringt sie besonders eindrucksvoll auf den Punkt:
„Denn für mich ist Erfolg nicht nur das, was man selbst erreicht, sondern auch das Gute, das man damit bewirken kann.“
ALENA KREMPL
Ein Satz, der vielleicht besser als jede Bewertung auf dem Laufsteg beschreibt, welche Bedeutung Persönlichkeit haben kann.

Facettenreich vor der Kamera: Face-of-Germany-Finalistin Alena Krempl bei einem Fashion-Shooting.
Foto:
Michael Engelhardt
Musik, Begegnungen und ein außergewöhnlicher Nachmittag
Neben dem Wettbewerb selbst sorgte auch das Rahmenprogramm für Unterhaltung. Sänger Enzo D’Eugenio begleitete die Veranstaltung musikalisch und verlieh dem Nachmittag zusätzliche Showatmosphäre.
Für die Gäste bot Face of Germany zudem zahlreiche Möglichkeiten zum Austausch. Menschen aus der Modelwelt trafen auf Unternehmer, Fotografen, Künstler und Persönlichkeiten aus Sport und Unterhaltung.
Gerade diese Begegnungen machten den Nachmittag auch abseits des Laufstegs interessant.
Das Restaurant MALO erwies sich dabei als Treffpunkt, an dem Fashion, Gastronomie und gesellschaftliches Leben zusammenkamen.

Das Finale wartet im Europa-Park Rust
Für Alena Krempl, Patricia Rath und Erdi Kiran ist der Wettbewerb mit dem Erfolg in Stuttgart noch nicht beendet.
Im Europa-Park Rust wartet die nächste Etappe auf sie. Dort treffen sie auf weitere qualifizierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer und erhalten erneut die Gelegenheit, die Jury von ihrer Persönlichkeit und Ausstrahlung zu überzeugen.
Welche Türen sich dadurch beruflich oder persönlich öffnen werden, bleibt abzuwarten.
Fest steht jedoch: Bereits der Stuttgarter Wettbewerb hat gezeigt, wie unterschiedlich die Wege sein können, die Menschen auf eine Bühne führen.
WIE GEHT ES WEITER?
Finale im Europa-Park Rust
Alena Krempl, Patricia Rath und Erdi Kiran vertreten die Stuttgarter Qualifikation in der nächsten Runde.
KD-Fazit: Was bleibt, wenn das Blitzlicht ausgeht?
DAS KD-FAZIT
Ein Schönheitswettbewerb bleibt ein Wettbewerb. Am Ende entscheidet eine Jury, wer weiterkommt und wer nicht. Daran ändert auch ein modernes Konzept nichts.
Doch Face of Germany hat in Stuttgart gezeigt, dass hinter den Menschen auf dem Laufsteg mehr steckt als ein äußeres Erscheinungsbild.
Da ist Diana, die einen Kindheitstraum verfolgt und sich durch ihre Teilnahme ermutigt fühlt. Da ist Alena Krempl, die ihren Sieg nutzen möchte, um sich stärker für Tiere einzusetzen. Und da ist Christof Sage, der nach fast fünf Jahrzehnten Erfahrung vor allem auf Ausstrahlung, Auftreten und persönliche Werte achtet.
Hinzu kommt ein soziales Engagement, das Menschen unterstützt, die sonst kaum im Rampenlicht stehen.
Vielleicht ist genau das die interessanteste Erkenntnis dieses Nachmittags: Schönheit kann Aufmerksamkeit schaffen. Entscheidend ist aber, was Menschen mit dieser Aufmerksamkeit anfangen.
Und manchmal beginnt die spannendste Geschichte erst dann, wenn der Laufsteg längst wieder leer ist.
Face of Germany Stuttgart 2026 – Die große Bildergalerie
Text: KD Magazin – Redaktion
Fotos: KD Magazin / Nico Quaranta
Studioaufnahmen von Alena Krempl:/ Michael Engelhardt.
Weitere Eindrücke vom Wettbewerb, von den Gästen und von den Menschen hinter den Geschichten.
Text: KD Magazin – Redaktion
Fotos: KD Magazin / Nico
Studioaufnahmen von Alena Krempl:
Michael Engelhardt.











































































