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Hautpflege im Winter: So gelingt die richtige Routine bei Kälte und Heizungsluft

KD MAGAZIN / Beauty

Draußen Kälte, drinnen Heizungsluft: Hautpflege im Winter funktioniert anders als im Sommer. Unser Guide zeigt, welche Routine jetzt wirklich hilft und worauf du getrost verzichten kannst.

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Gesicht · Lippen · Hände · Duschen

Spannt die Haut schon nach dem Spaziergang durch den Schlossgarten? Dann ist es Zeit, die Routine umzustellen. Gute Hautpflege im Winter braucht dabei keine lange Produktliste, sondern reichhaltigere Texturen, milde Reinigung und ein paar neue Gewohnheiten.

Sobald im November die Heizungen laufen, merken es viele zuerst im Gesicht und an den Händen: Die Haut spannt, wird rau, an den Wangen zeigen sich kleine Schüppchen. Das ist meist kein Pflegefehler, sondern Physik. Wer die Hautpflege im Winter daran anpasst, kommt deutlich entspannter durch die kalte Jahreszeit. Eine gute Grundlage bleibt dabei die eigene Basisroutine, mehr dazu in unserem Text Auf die richtige Pflegeroutine kommt es an.

HAUTPFLEGE IM WINTER AUF EINEN BLICK

3–12 %Urea-Anteil in Feuchtigkeitscremes max. 10 Min.lauwarm duschen oder baden 2-mal täglicheincremen statt nur morgens

Warum die Haut im Winter leidet

Kalte Luft kann nur wenig Feuchtigkeit halten, und die aufgeheizte Raumluft trocknet zusätzlich aus. Dazu kommt, dass die Haut bei Kälte weniger Talg bildet. Damit fehlt ihr ein Teil des natürlichen Schutzfilms, der sonst Feuchtigkeit bindet. Lange heiße Bäder, scharfe Seifen und Rauchen verstärken den Effekt, und mit dem Alter wird die Haut ohnehin empfindlicher.

Die AOK fasst in ihrem Ratgeber zu trockener Haut zusammen, was dagegen hilft. Ein oft gehörter Tipp fällt dabei durch: Viel trinken allein verbessert trockene Haut nicht. Ausreichend Flüssigkeit bleibt trotzdem wichtig, ein Allheilmittel ist das Wasserglas aber nicht.

Hautpflege im Winter: Die richtige Routine fürs Gesicht

Morgens: mild reinigen, gut schützen

Oft reicht morgens lauwarmes Wasser oder ein sanftes Reinigungsprodukt. Danach kommt eine Creme, die reichhaltiger sein darf als im Sommer. Wichtig ist der zeitliche Abstand: Trag sie nicht erst unmittelbar vor dem Weg zur S-Bahn auf, sondern gib ihr ein paar Minuten zum Einziehen. Wer mag, startet mit einem kleinen Ritual in den Tag, Anregungen liefern unsere morgendlichen Pflegerituale.

Abends: reichhaltiger darf es sein

Die Nacht gehört der intensiveren Pflege. Eine reichhaltige Nachtcreme mit Fetten oder Ölen, etwa Mandel-, Nachtkerzen- oder Jojobaöl, unterstützt die Hautbarriere. Peelings, Gesichtsbürsten und alkoholhaltige Tonics legst du in dieser Zeit besser zur Seite, denn sie können die ohnehin gereizte Haut weiter strapazieren.

Welche Inhaltsstoffe helfen?

  • Urea (Harnstoff): bindet Feuchtigkeit in der Haut, Cremes enthalten meist 3 bis 12 Prozent
  • Pflanzliche Öle: Mandel-, Jojoba- oder Nachtkerzenöl machen Pflege reichhaltiger
  • Panthenol und Sheabutter: bewährt vor allem in der Lippenpflege
  • Vorsicht bei Allergien: Teebaumöl oder Wollwachs vertragen nicht alle, bei Reizungen hilft eine allergenfreie Basiscreme aus der Apotheke

KD HIGHLIGHT · UNSER TIPP

Weniger Produkte, dafür konsequent: Eine gute Creme morgens und abends bringt deiner Haut im Winter mehr als fünf Seren, die du nur ab und zu benutzt.

Lippen, Hände, Körper: die Problemzonen im Winter

Lippen sind besonders empfindlich und haben kaum eigenen Schutz. Pflegestifte mit Panthenol oder Sheabutter helfen, wenn du sie mehrmals am Tag aufträgst. Lecken fühlt sich kurz gut an, trocknet die Lippen aber zusätzlich aus.

Hände sind der Kälte fast immer ungeschützt ausgesetzt und werden dazu oft gewaschen. Handschuhe gehören deshalb nicht nur auf den Weihnachtsmarkt, Gummihandschuhe beim Abwasch schonen die Haut zusätzlich. Mehr Tipps stehen in unserem Beitrag über die richtige Pflege für deine Hände.

Am Körper zählt vor allem das Duschverhalten: kurz, lauwarm und mit milden, rückfettenden Produkten, die AOK nennt zehn Minuten als Obergrenze. Duschöl statt Duschgel ist ein einfacher Tausch. Danach eine Lotion auftragen, solange die Haut noch leicht warm ist.

Und die Sonne? Im Flachland ist Sonnenschutz im Winter laut Apotheken-Ratgebern in der Regel kein großes Thema. Anders sieht es beim Skiausflug aus: Pro 1.000 Höhenmeter steigt die UV-Strahlung um etwa 20 Prozent, wie aponet.de erklärt. In den Bergen gehören Sonnencreme und ein Lippenstift mit hohem Lichtschutz deshalb ins Gepäck.

Wann du zur Ärztin oder zum Arzt gehen solltest

Nicht jede trockene Stelle ist harmlos. Wenn Pflege nicht hilft, der Juckreiz den Schlaf stört, durch Kratzen offene Stellen entstehen oder sich größere Hautflächen schuppen, solltest du das in einer Hautarztpraxis abklären lassen. Hinter sehr trockener Haut können auch Erkrankungen oder Nebenwirkungen von Medikamenten stecken. Wer zusätzlich eine persönliche Einschätzung möchte, kann sich in der Region auch an Kosmetikprofis wenden, wie wir sie im Porträt über Narin Darwish vorgestellt haben.

Häufige Fragen zur Hautpflege im Winter

Reicht es, im Winter mehr zu trinken?

Nein. Ausreichend Flüssigkeit ist wichtig, trockene Haut verbessert sich dadurch allein aber nicht. Entscheidend ist die Pflege von außen.

Wie oft sollte ich im Winter eincremen?

Täglich, und im Zweifel doppelt so oft wie im Sommer. Morgens und abends ist für die meisten eine gute Faustregel.

Darf ich im Winter peelen?

Bei trockener oder gereizter Haut besser pausieren. Peelings können die ohnehin belastete Hautbarriere zusätzlich strapazieren.

Brauche ich im Winter Sonnencreme?

Im Flachland meist nicht zwingend, in den Bergen aber unbedingt. Dort nimmt die UV-Strahlung mit der Höhe deutlich zu.

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Text: KD Magazin Redaktion · Beitragsbild: Symbolbild (KI-generiert)

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