Tim Petzl & Zuffenbuddies
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Wie aus einer Kindheitsleidenschaft eine Community mit Haltung wurde
Manche Interviews fühlen sich von Anfang an nicht wie ein klassisches Gespräch an. Keine vorbereiteten Antworten, keine einstudierten Sätze, kein festes Drehbuch. Stattdessen entsteht etwas Organisches. Genau so beginnt das Gespräch mit Tim Petzl. Er spricht frei, denkt laut, springt manchmal gedanklich zur Seite – nicht aus Unsicherheit, sondern weil er aus dem Moment heraus erzählt. Aus dem Bauchgefühl. Und genau darin liegt die Authentizität dieses Porträts.
Tim weiß, was er tut. Und er weiß vor allem, warum er es tut. Vielleicht macht genau das den Unterschied. Während andere Konzepte planen, Businesspläne schreiben oder Marken konstruieren, ist Zuffenbuddies aus etwas viel Einfacherem entstanden: aus einer gelebten Leidenschaft und dem Wunsch, Menschen zusammenzubringen.
Die Wurzeln dieser Geschichte liegen weit zurück. Tim ist mit Porsche aufgewachsen. Sein Vater hatte bereits einen, als Tim noch klein war. Fahrten zum Fußballplatz, gemeinsame Ausfahrten, Treffen mit Freunden – oft saß Tim hinten auf dem Notsitz, zu klein, um über das Lenkrad zu schauen, aber groß genug, um zu verstehen, dass es hier um mehr ging als um ein Auto. Es ging um Gemeinschaft. Um Menschen, die ein gemeinsames Interesse teilen und daraus echte Verbindungen entstehen lassen.
Schon damals faszinierte ihn nicht nur das Fahrzeug, sondern vor allem das Miteinander. Die Gespräche der Erwachsenen, das Lachen, die Rituale, das Wiedersehen. Diese frühen Eindrücke haben sich tief eingebrannt. Sie wurden zu einer stillen Grundlage für alles, was später kommen sollte.
Als Tim älter wurde und – wie viele andere – vor der Frage stand, welches Auto sein erstes eigenes sein sollte, entschied er sich bewusst gegen den offensichtlichen Weg. Während viele Gleichaltrige auf sportliche Kompaktwagen setzten, kam aus der Familie ein anderer Impuls. Sein Vater erinnerte sich an seinen ersten Porsche, einen 924. Gemeinsam machten sie sich auf die Suche, fanden ein Fahrzeug, investierten Zeit, Arbeit und Geld. Der 924 war kein Statussymbol, sondern ein Lernprozess. Ein Auto mit Geschichte, Charakter und einem ganz eigenen Wert.

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Zitat 1:
„Es ging nie darum, etwas Teures zu besitzen – sondern etwas zu schätzen.“
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Tim nutzte den Porsche nicht als Alltagsauto, fuhr weiterhin mit einem VW Lupo. Aber genau das verstärkte den besonderen Stellenwert dieses Fahrzeugs. Es war nichts Selbstverständliches, sondern etwas, das man bewusst auswählte. Diese Haltung zieht sich bis heute durch alles, was er tut.
Mit zunehmendem Alter öffneten sich neue Räume. Social Media, Instagram, Facebook. Treffen, Ausfahrten, Clubs. Tim war Teil davon, unter anderem im Porsche Club Göppingen. Er fuhr mit, nahm teil, lernte Strukturen kennen. Und merkte gleichzeitig, dass ihn etwas anderes mehr reizte als starre Vereinslogiken.
Ein zentraler Ort in dieser Phase war das Gerberbräu in Uhingen. Ein Biergarten, in dem einmal im Jahr ein großes Porschetreffen stattfand. Für Tim wurde es zur Routine, im Sommer einmal pro Woche mit seinem Vater dort vorbeizuschauen. Ein Bier, Gespräche, Zeit miteinander. Gerade nachdem er nicht mehr zu Hause wohnte, wurde diese Tradition wichtig. Sie hielt den Kontakt lebendig.
Irgendwann entstand aus diesen Abenden ein Gedanke. Sein Vater äußerte immer wieder den Wunsch, ein eigenes Porsche-Treffen genau dort zu veranstalten. Tim fand die Idee großartig – und erkannte, dass er derjenige war, der sie umsetzen konnte. Er organisierte, gestaltete Flyer, machte Werbung. Zwei Jahre lang fanden die Treffen statt, 2023 und 2024. Die Resonanz war überwältigend. Nach der Corona-Zeit hatten die Menschen wieder Lust auf Begegnung, Austausch, Gemeinschaft.
Doch mit dem Erfolg kam auch eine Zäsur. Tim und sein Vater verließen den Club, sein Vater trat als Präsident zurück. Und plötzlich stand Tim vor einer Entscheidung: Entweder das Projekt loslassen – oder ihm eine eigene Identität geben.
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Introstopper 1:
Manchmal entsteht etwas Neues erst dann, wenn man den Mut hat, Bestehendes loszulassen.
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Der nächste Schritt war konsequent. Tim wusste, dass er das Treffen nicht unter dem Namen des Porscheclubs weiterführen konnte. Er brauchte eine eigene Marke. Einen Namen, der Herkunft und Haltung verbindet. So entstand „Zuffenbuddies“. Zuffenhausen als Ursprung. Buddies als Statement. Weg von veralteten Clubstrukturen, hin zu einem modernen, offenen Community-Gedanken.
Das Logo entwarf seine Freundin – ein weiterer Baustein, der zeigt, wie persönlich dieses Projekt ist. Zuffenbuddies wuchs nicht aus einer Marketingagentur heraus, sondern aus dem direkten Umfeld, aus Vertrauen und Nähe.
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Platzierung: Nach dem Abschnitt über Kindheit & ersten Porsche
Doch wann wird aus einer Idee eine echte Community? Für Tim war es kein einzelner Moment. Es war ein schleichender Prozess. Er merkte es daran, dass Menschen nicht nur kamen, sondern blieben. Dass sie sich kannten, sich wiedererkannten, miteinander vernetzten. Dass aus Treffen Gespräche wurden – und aus Gesprächen Freundschaften.
Community bedeutet für Tim weit mehr als Events oder Ausfahrten. Sie ist ein moderner Stammtisch. Ein Ort, an dem Menschen zusammenkommen, weil sie etwas verbindet – nicht, weil sie müssen. Gerade in einer Zeit, in der viele sich isolieren, bietet Zuffenbuddies einen Gegenpol. Egal ob Auto, Sport oder ein anderes Hobby: Menschen brauchen Orte der Begegnung.
Ein wichtiger Teil davon ist Beteiligung. Tim bindet die Community aktiv ein. Formate wie das „Community Car“, bei dem Mitglieder ihr Fahrzeug vorstellen dürfen, oder Interieur-Rätsel, bei denen geraten wird, welches Modell sich hinter einem Detail verbirgt. Kleine Aktionen mit großer Wirkung. Sie schaffen Wertschätzung und Zugehörigkeit.
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Zitat 2:
„Ohne die Menschen gäbe es diese Community nicht – ich bin nur derjenige, der den Raum schafft.“
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Natürlich bringt der Aufbau einer Community auch Herausforderungen mit sich, die von außen oft unsichtbar bleiben. Rechtliche Fragen, Markenanmeldung, Schutz des Logos, Investitionen. Tim hat in diesem Bereich studiert, wusste also, worauf zu achten ist. Trotzdem war es ein Prozess voller Entscheidungen, Abwägungen und Kosten. Gleichzeitig musste sich der Name Zuffenbuddies erst etablieren. Vertrauen entsteht nicht über Nacht. Man muss zeigen, dass man es ernst meint.
Hinzu kommen Stimmen von außen. Menschen, die belächeln, die fragen, wozu das gut sein soll. Tim kennt das – und lässt sich davon nicht beirren. Für ihn zählt, dass es sich richtig anfühlt. Dass er hinter dem steht, was er aufbaut.
Ein häufiges Vorurteil gegenüber Autocommunities ist Arroganz. Hohe Preise, exklusive Fahrzeuge, geschlossene Kreise. Zuffenbuddies stellt sich bewusst dagegen. Bei Tim zählt nicht, welches Auto jemand fährt. Er sagt offen: Kommt mit welchem Fahrzeug ihr wollt – selbst ein Bobbycar wäre willkommen. Entscheidend sind die Menschen, nicht die Maschinen.
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Introstopper 2:
Community entsteht nicht durch PS – sondern durch Persönlichkeit.
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Diese Haltung prägt auch die Werte von Zuffenbuddies. Respekt, Lockerheit, Augenhöhe. Die Events sollen kein zusätzlicher Stress sein, sondern ein Ausgleich. Menschen kommen in ihrer Freizeit, um abzuschalten, um über Dinge zu sprechen, die ihnen Freude bereiten. Nicht, um sich zu beweisen.
Das zeigt sich auch in Kooperationen. Partnerschaften entstehen nicht aus Kalkül, sondern aus persönlichem Kontakt. Tim schreibt Menschen direkt an, wenn er ihre Arbeit spannend findet. So entstanden Kooperationen mit Marken wie Cartic Fashion oder Retro Shapes. Gemeinsame Werte sind dabei entscheidend. Ein gutes Produkt allein reicht nicht – es muss menschlich passen.
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Platzierung: Nach dem Abschnitt über Community & Werte
Wenn Tim über die Zukunft spricht, vermeidet er große Versprechen. Er hat keine starre Vision mit klaren Zahlen oder Deadlines. Stattdessen wünscht er sich gesundes Wachstum. Eine Community, die sich selbst trägt, die eigene Dynamiken entwickelt. Vielleicht eines Tages ein großes Event auf einem Flugplatz – aber nur, wenn es organisch entsteht. Nicht erzwungen, sondern gewachsen.
Für ihn ist Zuffenbuddies kein klassischer Autoclub. Und wenn jemand genau das behauptet, lädt Tim diese Person ein, einfach vorbeizukommen. Zu sehen, dass es Tischtennis, Tischfußball, Carrera-Rennen gibt. Gespräche. Lachen. Begegnung. Es geht nicht darum, stundenlang nur über Autos zu reden – sondern darum, gemeinsam Zeit zu verbringen.
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Zitat 3:
„Autos sind der Anlass – aber niemals der Kern.“
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Diese Haltung macht Zuffenbuddies zu dem, was es ist: eine Community mit Herzschlag. Passend dazu gibt es ein eigenes Heartbeat-Logo. Die Silhouette eines Autos, flankiert von einem Herzschlag. Der Leitspruch: One Community. One Passion. One Heartbeat.
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latzierung: Vor dem Fazit
Fazit
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Am Ende bleibt das Bild eines jungen Mannes, der früh gelernt hat, was Gemeinschaft bedeuten kann – und daraus etwas Eigenes geschaffen hat. Zuffenbuddies ist kein Produkt, kein Trend, kein Marketingkonzept. Es ist das Ergebnis von Haltung, Konsequenz und dem ehrlichen Wunsch, Menschen zusammenzubringen.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Stärke von Zuffenbuddies:
Es geht nicht darum, wer man ist oder was man besitzt.
Sondern darum, warum man zusammenkommt.
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Kontakt Tim Petzl Zuffenbuddies
Instagram: zuffenbuddies
Homepage: Zuffenbuddies
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