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Mehr als sein Ruf: Wie schön der Max-Eyth-See überraschen kann
🏷️ Stuttgart Sidequest
⏱️ ca. 5 Minuten Lesezeit 3 Minuten
✍️ KD Creator: Anke´s Stuttgart Blog
Ich bin Anke, Content Creatorin und Social Media Managerin, in Stuttgart geboren und bis heute eng mit meiner Heimatstadt verbunden. Mit meinem Stuttgart Blog auf Instagram und TikTok habe ich mir eine Aufgabe gesetzt zu zeigen, dass Stuttgart nicht so hässlich ist, wie oft behauptet wird. Dafür besuche ich bekannte und weniger bekannte Orte und nehme meine Community in meinen Vlogs mit. Manchmal sind es kleine Sidequests, die überraschende Seiten der Stadt sichtbar machen.
Eine dieser Sidequests führte mich an einem warmen Sommernachmittag mit meiner Familie zum Max-Eyth-See. Es waren 26 Grad, die Sonne schien und schon beim Ankommen fühlte sich Stuttgart ein wenig anders an. Das Reel über diesen Nachmittag ging anschließend viral: Viele Menschen waren erstaunt, dass die Aufnahmen tatsächlich aus Stuttgart stammten. Offenbar hatten sie den See entweder noch nie besucht oder ein vollkommen anderes Bild von ihm im Kopf.
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🌿 Ankes Sidequest
📍 Ort
Max-Eyth-See, Stuttgart
⏱️ Zeit vor Ort
Ca. 3–4 Stunden
💚 Mein Highlight
Die Bootsfahrt mit Blick auf die Weinberge.
📸 Perfekter Fotospot
Auf dem Wasser oder auf dem Max-Eyth-Steg.
👨👩👧 Geeignet für
Familien, Spaziergänge, Picknick, Date oder einen entspannten Nachmittag.
✨ Mein Tipp
Nehmt euch Zeit für einen Spaziergang rund um den See und mietet ein Boot – erst vom Wasser aus entdeckt man den Max-Eyth-See aus einer ganz neuen Perspektive.
Das ist verständlich, denn der Max Eyth See taucht häufig in negativen Schlagzeilen auf. Berichtet wird über Fischsterben, Algenprobleme, Müll nach Grillabenden, zahlreiche Polizeieinsätze und einzelne Gewalttaten. Diese Probleme sind real und sollten nicht schöngeredet werden. Sie prägen jedoch ein Bild, das dem gesamten Naherholungsgebiet nicht gerecht wird. Zwischen den kritischen Berichten geht schnell verloren, wie weitläufig, grün und vielseitig dieser Ort sein kann.
Auch bei unserem Besuch war auf der großen Wiese viel los. Zahlreiche Familien und größere Gruppen hatten ihre Grills aufgebaut. Überall wurde gebrutzelt, gegessen und zusammengesessen. Gleichzeitig erlebten wir die Stimmung als friedlich. Niemand störte uns und jede Gruppe verbrachte ihren Nachmittag für sich. Natürlich gehören Rücksicht, eine ordentliche Müllentsorgung und die Einhaltung der geltenden Regeln zu einem solchen Ausflug dazu. Bei großer Trockenheit kann die Stadt die Grillzone zudem vorübergehend sperren. Vor einem Besuch lohnt sich deshalb ein Blick auf die aktuellen Hinweise.
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Der Max Eyth See besteht jedoch aus weit mehr als seiner Grillwiese. Wir liefen weiter bis zum Dock Snyder auf der Halbinsel. Dort gibt es einen kleinen Stadtstrand mit Liegestühlen und Sitzplätzen direkt am Wasser. Gleich nebenan befindet sich der Bootsverleih. Wir mieteten ein Boot und betrachteten den See aus einer völlig neuen Perspektive. Plötzlich waren wir nicht mehr inmitten eines gut besuchten Ausflugsortes, sondern auf dem Wasser, umgeben von Grün, Vögeln und den Weinbergen am Horizont.
Natürlich wäre es das Nonplusultra, an einem heißen Sommertag auch im See schwimmen zu können. Das Baden ist jedoch offiziell verboten. Trotzdem tat es gut, überhaupt einmal wieder bewusst Wasser in Stuttgart zu erleben. Der See liegt direkt neben dem Neckar und vermittelt stellenweise ein Gefühl von Urlaub, obwohl man die Stadt nie verlassen hat. Gerade die Bootsfahrt zeigte mir, wie ruhig und idyllisch dieser Ort wirken kann.
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Wer weiter um den See spaziert, entdeckt noch einmal eine andere Seite. Abseits der großen Liegewiesen wird es ruhiger und naturbelassener. Der nordwestliche Bereich ist als Vogelschutzgebiet ausgewiesen. Am Neckardamm öffnet sich der Blick auf den Fluss, die steilen Weinberge und den Max-Eyth-Steg. Über diese große Fußgängerbrücke gelangt man auf die andere Neckarseite. Von dort ist auch das Riverhouse mit seiner Terrasse am Wasser nicht weit entfernt.
Rund um den See gibt es mehrere Möglichkeiten für eine Pause. Neben dem Dock Snyder liegt der Treffpunkt am See mit Biergarten und Spielplatz. Das Bootshaus der Stuttgarter Jugendhausgesellschaft bietet Projekte für Kinder und Jugendliche an. Auch die Christoph Sonntag Stiftung engagiert sich seit Jahren für einen saubereren Max-Eyth-See und hat unter anderem das Klassenzimmer am See mitentwickelt. Dort können Kinder das Ökosystem Wasser direkt in der Natur kennenlernen.
Auch Wassersport gehört zum See. Verschiedene Vereine bieten Segelkurse an und bereiten Interessierte auf Sportbootführerscheine vor. Eine Freundin von mir hat hier sogar ihren Segelschein gemacht und kommt regelmäßig zum Entspannen an den See. Stand Up Paddling und Kanutouren werden in der direkten Umgebung auf dem Neckar angeboten.
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Mein Fazit
Mein Besuch hat mir gezeigt, dass ein Ort gleichzeitig Probleme haben und trotzdem schön sein kann. Der Max-Eyth-See braucht klare Regeln, Rücksicht und Pflege. Er verdient aber auch einen zweiten Blick. Wer ihn bisher nur aus negativen Schlagzeilen kennt, kann ihn an einem sonnigen Tag neu entdecken. Vielleicht überrascht diese grüne Oase zwischen Hofen, Mühlhausen und Münster dann genauso wie mich.
🎥 Passend zum Beitrag
Das passende Reel zum Max-Eyth-See findet ihr auf Instagram.
🌿 Das war erst der Anfang…
Mit ihren Stuttgart Sidequests nimmt euch Anke regelmäßig mit zu bekannten und versteckten Orten in Stuttgart. Dabei zeigt sie Plätze, die überraschen, Geschichten erzählen und beweisen, dass unsere Region viel mehr zu bieten hat, als man auf den ersten Blick vermutet.
Freut euch auf viele weitere Ausflugstipps, Spaziergänge, besondere Orte und kleine Abenteuer direkt vor unserer Haustür.

Über das KD Magazin
Das KD Magazin berichtet über Unternehmen, Innovationen, Gastronomie, Kultur, Events und inspirierende Persönlichkeiten aus Stuttgart, Ludwigsburg und der Region. Mit Reportagen, Interviews und Hintergrundgeschichten möchten wir spannende Entwicklungen sichtbar machen und Menschen miteinander vernetzen.













