Wo Kinder wachsen statt funktionieren – Ein Blick in die SIS Swiss International School, Stuttgart-Fellbach

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Hinweis: Dieses Interview wurde ursprünglich auf Deutsch geführt und für die englische Version übersetzt.

 

Schule ist weit mehr als ein Gebäude, ein Stundenplan oder ein Lehrplan. Sie ist ein Ort, an dem Kinder sich selbst entdecken, an dem erste Freundschaften entstehen und an dem aus Neugier Schritt für Schritt Persönlichkeit wächst. Genau deshalb ist die Wahl der richtigen Schule für viele Familien längst keine reine Bildungsentscheidung mehr, sondern eine bewusste Weichenstellung für das gesamte Umfeld eines Kindes.

Im Gespräch mit Jo Prior, Schulleitung der SIS Swiss International School Stuttgart-Fellbach, wird schnell deutlich, dass hier ein erweitertes Verständnis von Bildung gelebt wird. Jo Prior bringt umfassende Erfahrung aus dem Bildungsbereich mit und hat sowohl nationale als auch internationale Schulstrukturen intensiv kennengelernt. Ihr beruflicher Weg ist geprägt von einer klaren Überzeugung: Schule darf sich nicht auf reine Wissensvermittlung reduzieren, sondern muss den Menschen als Ganzes in den Mittelpunkt stellen.

SIS steht genau für diesen Ansatz. Echte Mehrsprachigkeit, internationale Atmosphäre und akademische Qualität sind feste Bestandteile des Konzepts. Doch was die Schule wirklich auszeichnet, liegt oft zwischen den Zeilen: die Haltung im Umgang miteinander, die Nähe zwischen Lehrkräften, Eltern und Schülern sowie das klare Ziel, junge Menschen nicht nur auf Prüfungen vorzubereiten, sondern auf ein Leben in einer komplexen, globalen Welt.
Im Gespräch wird deutlich: Schule wird hier nicht als System gedacht, sondern als lebendige Gemeinschaft – mit dem Anspruch, Bildung neu zu definieren.

Bildung entscheidet heute nicht nur über Wissen – sondern über Haltung, Perspektive und Zukunftsfähigkeit.

Swiss International School


Die Fragen wurden gestellt vom KD Magazin.
Die Antworten stammen von Jo Prior, der SIS Swiss International School Stuttgart-Fellbach

 

Viele Eltern entscheiden sich sehr bewusst für eine internationale Privatschule. Ist Bildung heute weniger eine Selbstverständlichkeit – und mehr eine strategische Investition in die Zukunft der Kinder?

Ich würde Bildung nicht auf eine rein finanzielle Investition reduzieren, auch wenn sie natürlich eine große Rolle für die Zukunft von Kindern spielt. Für mich als Pädagogin geht es in Bildung immer um mehr als um Abschlüsse oder spätere Karrieremöglichkeiten. Eltern wünschen sich in erster Linie, dass ihre Kinder gerne in die Schule gehen, sich gesehen fühlen, Freude am Lernen entwickeln und zu starken, verantwortungsvollen Persönlichkeiten heranwachsen. Natürlich ist eine internationale Privatschule auch eine bewusste Entscheidung, die oft aus Überzeugung für einen bestimmten Werterahmen getroffen wird. Viele Familien entscheiden sich für uns, weil sie genau diese Kombination aus akademischer Qualität, persönlicher Begleitung und internationaler Offenheit suchen.

 

Die SIS Stuttgart-Fellbach steht für ein konsequent bilinguales Konzept. Ist Mehrsprachigkeit in einer globalisierten Wirtschaft ein echter Wettbewerbsvorteil – oder inzwischen schlicht eine Notwendigkeit?

Ich glaube, dass Mehrsprachigkeit heute weit mehr ist als nur ein Wettbewerbsvorteil. In vielen Bereichen ist sie längst Teil einer modernen Lebensrealität geworden. Für uns geht es aber nicht nur darum, dass Kinder möglichst gut Englisch sprechen. Viel wichtiger ist, dass sie lernen, sich in unterschiedlichen kulturellen Denkweisen zu bewegen. Sprache ist nie nur Grammatik oder Wortschatz, sondern immer auch ein Zugang zu Perspektiven, Werten und Kommunikation. Genau deshalb verstehen wir unser bilinguales Konzept als etwas, das tiefer geht als bloßer Sprachunterricht. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen nicht nur mehrere Sprachen beherrschen, sondern sich wirklich selbstbewusst in einem internationalen Umfeld bewegen können. Das ist aus meiner Sicht in einer global vernetzten Welt eine echte Schlüsselkompetenz.

,,Sprache ist nicht nur Kommunikation – sie ist Zugang zu Denken, Kultur und Weltverständnis.”

Stuttgart ist wirtschaftlich stark, international geprägt und vom Mittelstand getragen. Welche Rolle spielt eine internationale Schule in einem solchen Umfeld?

In einem Umfeld wie Stuttgart sehe ich eine internationale Schule als wichtigen Brückenbauer zwischen lokaler Verwurzelung und globaler Offenheit. Die Region ist wirtschaftlich stark, viele Unternehmen arbeiten international, und gleichzeitig gibt es hier einen sehr bodenständigen Mittelstand. Genau in dieser Verbindung liegt auch unsere Rolle. Wir begleiten Kinder, die später in einer Welt leben und arbeiten werden, in der kulturelle Beweglichkeit, Sprachkompetenz und Offenheit selbstverständlich sein müssen. Gleichzeitig ist uns wichtig, dass sie ihre Wurzeln nicht verlieren. Wir sprechen intern oft davon, dass unsere Schülerinnen und Schüler offene Weltbürger werden sollen, die sich ihrer Herkunft bewusst sind. Eine internationale Schule in Stuttgart sollte deshalb nicht losgelöst von der Region agieren, sondern die Kinder genau auf diese Verbindung von Heimat und Welt vorbereiten.

Wie gelingt es Ihnen, akademische Exzellenz mit persönlicher Entwicklung und mentaler Stabilität der Schüler in Einklang zu bringen?

Für mich beginnt das schon mit der Haltung, dass Schule nicht nur ein Ort der Leistung, sondern auch ein Ort der Beziehung ist. Natürlich ist ein Gymnasium anspruchsvoll, und unser bilinguales Konzept bringt spezifische Anforderungen mit sich. Aber wir versuchen, Kinder nicht über Druck zu führen, sondern über Begleitung, Struktur und persönliche Nähe. Unsere Klassen sind bewusst klein, unsere Schülerinnen und Schüler haben viele verschiedene Ansprechpersonen, und wir arbeiten sehr eng im Kollegium zusammen. Wenn wir merken, dass ein Kind Unterstützung braucht, setzen wir uns gemeinsam an einen Tisch und besprechen konkret, wie wir helfen können. Dazu kommen Eltern, Klassenleitungen, Stufenleitungen und Guidance Counsellor. Mentale Stabilität entsteht aus meiner Sicht dann, wenn ein Kind merkt, dass es wahrgenommen wird und dass Schule ein Ort ist, an dem man nicht nur bewertet, sondern auch verstanden wird.

Eine private Bildungseinrichtung trägt nicht nur pädagogische, sondern auch gesellschaftliche Verantwortung. Wie definieren Sie diese Haltung für die SIS Stuttgart-Fellbach?

Diese Verantwortung ist für uns ein zentraler Teil unseres Selbstverständnisses. Schule darf nie nur auf den Klassenraum reduziert werden, sondern muss immer auch den Blick auf die Gesellschaft richten, in der Kinder später leben werden. Für die SIS Stuttgart-Fellbach bedeutet das, dass wir nicht nur Wissen vermitteln, sondern bewusst Werte wie Ehrlichkeit, Selbstverantwortung, Respekt und Empathie in den Mittelpunkt stellen. Uns ist wichtig, dass unsere Schülerinnen und Schüler lernen, Verantwortung für sich selbst, aber auch für andere zu übernehmen. Das zeigt sich nicht nur im Alltag, sondern auch in konkreten Projekten und in der Art, wie wir mit der Gemeinschaft außerhalb der Schule verbunden sind. Bildung bedeutet für uns deshalb immer auch, Kinder darin zu stärken, zu eigenständigen Menschen heranzuwachsen, die Verantwortung übernehmen und aktiv an der Gesellschaft teilhaben.

„Kinder lernen am besten dort, wo sie sich gesehen fühlen – nicht dort, wo sie nur bewertet werden.“

Kritiker sehen in Privatschulen mitunter eine gesellschaftliche Trennung. Wie begegnen Sie dieser Diskussion – und wo sehen Sie Ihre Verantwortung im Bildungsgefüge?

In Baden-Württemberg gibt es ein sehr klares Privatschulgesetz, und als anerkannte Ersatzschule bewegen wir uns in einem verbindlichen rechtlichen Rahmen. Wir machen also nicht einfach unser eigenes System, sondern erfüllen den baden-württembergischen Bildungsauftrag in vollem Umfang. Dazu gehört auch, Familien mit unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten, den Schulbesuch zu ermöglichen. Unsere Rolle im Bildungsgefüge sehe ich deshalb nicht in Abgrenzung, sondern als Ergänzung. Wir bieten ein sehr spezifisches Konzept an, das für viele Familien eine bewusste und sinnvolle Wahl darstellt.

 

Welche Kompetenzen werden aus Ihrer Sicht in zehn oder zwanzig Jahren entscheidender sein als reine Wissensvermittlung?

Ich glaube, dass die Fähigkeit, sich neues Wissen anzueignen, langfristig wichtiger sein wird als das reine Auswendiglernen von Inhalten. Wissen bleibt natürlich relevant, aber in einer Welt, in der Informationen jederzeit verfügbar sind, wird entscheidend sein, wie man mit Wissen umgeht. Kinder müssen lernen, wie man lernt, wie man Informationen einordnet, wie man kritisch denkt und wie man sich auch in neue Themengebiete einarbeitet. Dazu kommen Fähigkeiten wie Kommunikationsstärke, Präsentationskompetenz, Problemlösungsfähigkeit und soziale Intelligenz. Schule sollte deshalb nicht nur auf Fachwissen schauen, sondern Kinder dazu befähigen, sich in einer komplexen Welt sicher und reflektiert zu bewegen. Für mich ist genau das echte Bildung: nicht nur Inhalte zu kennen, sondern die Methoden und die Haltung zu entwickeln, mit denen man lebenslang weiterlernen kann.

Künstliche Intelligenz verändert bereits heute Lernprozesse. Sehen Sie KI eher als Risiko für Bildung – oder als Chance für Individualisierung und Förderung?

Ich sehe KI in erster Linie als Chance, solange wir sie bewusst einsetzen. Für mich wird sie den Lehrerberuf nicht ersetzen, weil Bildung immer mit Beziehung, Vertrauen und menschlicher Begleitung zu tun hat. Aber KI kann Prozesse enorm erleichtern, gerade dort, wo es um Vorbereitung, Auswertung oder individualisierte Übungsmöglichkeiten geht. Wenn Lehrkräfte durch technische Unterstützung Zeit gewinnen, können sie diese Zeit wieder direkter in die Arbeit mit Kindern investieren. Genau darin liegt für mich der große Vorteil. Gleichzeitig müssen wir natürlich lernen, mit KI verantwortungsvoll umzugehen und Kindern beizubringen, sie als Werkzeug zu verstehen, nicht als Ersatz für eigenes Denken. In diesem Punkt ähnelt KI früheren technologischen Entwicklungen. Sie verändert Prozesse, aber sie nimmt uns nicht die Aufgabe ab, Bildung menschlich, werteorientiert und verantwortungsvoll zu gestalten.

 

Viele Ihrer Familien kommen aus unternehmerischen Strukturen. Fördern Sie bewusst Leadership-, Verantwortungs- oder unternehmerisches Denken bei Ihren Schülerinnen und Schülern?

Wir fördern vor allem Verantwortungsbewusstsein, Selbstständigkeit und Eigeninitiative, und daraus kann sich selbstverständlich auch unternehmerisches Denken entwickeln. Es geht uns aber nicht darum, Kinder früh auf eine bestimmte wirtschaftliche Rolle festzulegen. Viel wichtiger ist, dass sie lernen, selbst Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen, mit anderen zusammenzuarbeiten und Ideen in die Umsetzung zu bringen. Das sind Kompetenzen, die in vielen unternehmerischen Kontexten eine große Rolle spielen, aber genauso im sozialen oder akademischen Bereich wichtig sind. Wir merken natürlich, dass viele unserer Familien aus sehr engagierten, internationalen oder unternehmerischen Lebenswelten kommen. Dadurch bringen viele Kinder schon früh ein gewisses Verständnis für Verantwortung und Eigenständigkeit mit. Unsere Aufgabe ist es, diese Haltung aufzunehmen und pädagogisch so zu begleiten, dass daraus Persönlichkeit und nicht bloß Leistungsdruck entsteht.

 

Wie wichtig ist es heute, Schüler nicht nur auf nationale, sondern auch auf internationale Universitäten und Karrierewege vorzubereiten?

Das ist aus meiner Sicht sehr wichtig, weil wir Kinder auf eine Welt vorbereiten, in der nationale Grenzen im Bildungs- und Berufsleben immer durchlässiger werden. Viele unserer Schülerinnen und Schüler wachsen schon in internationalen Familienkontexten auf oder bringen eine große Offenheit für das Ausland mit. Mit dem baden-württembergischen Abitur haben sie bereits eine sehr starke Grundlage. Durch die zusätzliche Option des International Baccalaureate können wir ihnen darüber hinaus weitere Türen öffnen. Es geht uns aber nicht darum, Kinder zwingend ins Ausland zu schicken, sondern ihnen die Freiheit zu geben, diesen Weg wählen zu können, wenn er zu ihnen passt. Gute Bildung sollte heute so gedacht sein, dass sie sowohl in Deutschland als auch international tragfähig ist. Genau deshalb ist diese doppelte Perspektive für uns ein großer Mehrwert.

Welche Verantwortung trägt die SIS Stuttgart-Fellbach gegenüber der Region – jenseits des eigenen Campus?

Wir sehen uns nicht als abgeschlossenen Raum, sondern als Teil einer größeren Gemeinschaft. Deshalb ist uns die Verbindung zur Region sehr wichtig. Unsere Schule steht in Fellbach und ist dort auch ganz konkret eingebunden, sei es durch Austauschprogramme, Kooperationen oder Projekte außerhalb des Campus. Unsere Schülerinnen und Schüler engagieren sich beispielsweise in sozialen und gemeinnützigen Zusammenhängen, und genau das gehört aus meiner Sicht auch zu echter Bildung. Kinder sollen nicht nur nach innen schauen, sondern verstehen, dass sie Teil einer Gesellschaft sind, in der man mitwirkt. Für mich bedeutet regionale Verantwortung deshalb, dass Schule nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Beziehung zur Umgebung aufbaut. Wenn Kinder erleben, dass ihre Bildung mit der realen Welt verbunden ist, dann lernen sie Verantwortung nicht nur als Theorie, sondern als konkrete Haltung.

 

Wie haben sich die Erwartungen von Eltern in den vergangenen zehn Jahren verändert?

Im Kern haben sich die Erwartungen von Eltern aus meiner Sicht weniger verändert, als man manchmal denkt. Eltern wollen auch heute vor allem, dass ihre Kinder gerne zur Schule gehen, sich sicher fühlen, Freude am Lernen entwickeln und zu selbstbewussten jungen Menschen heranwachsen. Unsere Schule ist in den letzten Jahren deutlich internationaler geworden, und damit bringen Familien auch unterschiedliche kulturelle Vorstellungen von Schule, Betreuung und Bildung mit. Das bereichert den Austausch und erweitert auch den Blick auf das, was Schule leisten kann. Ich würde deshalb sagen, dass nicht der Grundwunsch der Eltern anders geworden ist, sondern eher der Kontext, in dem diese Wünsche heute formuliert werden.

 

Neben Wissen: Welche Werte sind Ihnen in der täglichen Bildungsarbeit besonders wichtig?

Mir sind vor allem Ehrlichkeit, Respekt, Selbstverantwortung und Empathie wichtig. Kinder lernen nicht nur durch Unterrichtsinhalte, sondern vor allem durch Beziehungen, Vorbilder und gelebte Haltung. Deshalb ist es wichtig, dass diese Werte nicht nur auf einem Poster an der Wand stehen, sondern im Alltag spürbar werden. Respekt zeigt sich in Sprache, in Aufmerksamkeit und im Umgang miteinander. Selbstverantwortung bedeutet, dass Kinder lernen, für ihr Handeln einzustehen und sich selbst als wirksam zu erleben. Empathie ist in einer internationalen Schule besonders zentral, weil Kinder hier früh erfahren, dass Menschen unterschiedlich geprägt sind und trotzdem miteinander leben und lernen können. Diese Werte sind für mich die Grundlage dafür, dass Bildung wirklich tief wirkt.

Was treibt Sie persönlich an, im Bildungsbereich tätig zu sein – und nicht in einem klassisch wirtschaftlichen Umfeld?

Mich treibt vor allem die Arbeit mit Menschen an, und ganz besonders die Möglichkeit, Kinder über einen langen Zeitraum zu begleiten. Schule ist für mich ein unglaublich lebendiger Ort. Kein Tag ist wie der andere, und genau das finde ich spannend. Ich habe selbst einmal kurz in einem anderen beruflichen Umfeld gearbeitet und sehr schnell gemerkt, dass mir dort die menschliche Dynamik, die Sinnhaftigkeit und die unmittelbare Beziehung fehlen. In der Schule erlebt man Entwicklung ganz konkret. Man sieht, wie Kinder wachsen, wie sie mutiger werden, wie sie ihren Weg finden und irgendwann als junge Erwachsene hinausgehen. Das ist ein großes Privileg. Für mich ist Bildungsarbeit deshalb weit mehr als ein Beruf. Es ist die Möglichkeit, an Lebenswegen mitzuwirken und Kindern etwas mitzugeben, das weit über den Unterricht hinaus Bestand hat.

„Bildung endet nicht mit einem Abschluss – sie zeigt sich darin, wie ein Mensch durchs Leben geht.”

Wenn wir in zehn Jahren erneut sprechen würden: Woran würden Sie erkennen, dass die SIS Stuttgart-Fellbach ihren Bildungsauftrag erfolgreich erfüllt hat?

Ich würde das daran erkennen, dass die Kinder, die heute bei uns sind, in zehn Jahren als junge Erwachsene ihren Weg gehen und dabei etwas von dem mit sich tragen, was wir ihnen hier mitgeben wollten. Natürlich gehören dazu erfolgreiche Abschlüsse, Studienwege oder berufliche Perspektiven. Aber für mich wäre der eigentliche Erfolg, wenn sie die Schule als weltoffene, reflektierte und verantwortungsbewusste Menschen verlassen haben. Wenn sie sich in unterschiedlichen Kontexten sicher bewegen können, ohne ihre Wurzeln zu verlieren, dann haben wir sehr viel richtig gemacht. Und wenn ehemalige Schülerinnen und Schüler zurückkommen und sagen, dass sie sich hier nicht nur fachlich, sondern auch menschlich gut begleitet gefühlt haben, dann ist das wahrscheinlich die schönste Bestätigung. Bildung zeigt ihre Wirkung oft erst langfristig, aber genau darin liegt auch ihre besondere Tiefe.

Fazit

Am Ende dieses Gesprächs bleibt vor allem ein Gedanke hängen: Gute Bildung beginnt nicht erst bei Noten, Abschlüssen oder Karrierewegen, sondern bei der Frage, in welchem Umfeld ein Kind aufwächst. Die SIS Stuttgart-Fellbach versteht Schule nicht nur als Ort des Lernens, sondern als Raum für Entwicklung, Orientierung und Zugehörigkeit. Das merkt man nicht nur an ihrem bilingualen Konzept oder an der internationalen Ausrichtung, sondern vor allem an der Haltung, die dahintersteht.

Es geht um Kinder, die gesehen werden. Um Familien, die sich eingebunden fühlen. Um Lehrkräfte, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern Beziehungen gestalten. Und um eine Schule, die den Anspruch hat, junge Menschen nicht einfach nur auf Prüfungen vorzubereiten, sondern auf ein Leben in einer komplexen, offenen und sich ständig wandelnden Welt.

Besonders stark ist dabei die Verbindung aus Verwurzelung und Weltoffenheit. Die Schülerinnen und Schüler sollen die Schule als offene Weltbürger verlassen, die wissen, woher sie kommen und zugleich verstehen, wie vielfältig die Welt um sie herum ist. Wenn Bildung das leisten kann, wird sie weit mehr als ein System. Dann wird sie zu etwas, das bleibt.

Vielleicht ist genau das der eigentliche Bildungsauftrag der Zukunft: nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern Menschen hervorzubringen, die mit Haltung, Empathie und Neugier ihren eigenen Weg gehen.

Besuch & Anfahrt – SIS Swiss International School STuttgart-Fellbach

Adresse:

Schmidener Weg 7/1

70736 Fellbach

👉 weitere Infos finden Sie unter: SIS Swiss International School Stuttgart-Fellbach

👉 weitere Infos finden Sie unter: Instagram: sisgermany

Öffentliche Verkehrsmittel:
VVS Routenplanung

Anfahrt & Route:
👉 Route mit Google Maps anzeigen
Google Maps Route SIS Swiss International School

👉 Weitere Interviews, Hintergründe und Gespräche mit spannenden Persönlichkeiten findest du hier:

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