urbanharbor: Wie aus einem Industrieareal ein Ökosystem für Unternehmertum wurde
Wer heute durch den urbanharbor in Ludwigsburg läuft, erlebt mehr als einen klassischen Gewerbestandort. Zwischen historischen Industriehallen, modernen Gebäuden, Start-ups, Technologieunternehmen und gemeinschaftlichen Treffpunkten entsteht ein Ort, der sich eher wie eine kleine Stadt anfühlt. Unternehmen wie Bosch oder Porsche arbeiten hier Tür an Tür mit jungen Firmen, Entwickler treffen in der Kantine auf Designer, und zwischen Produktionshallen und Büros entstehen Gespräche, aus denen manchmal neue Ideen und Kooperationen wachsen.
urbanharbor steht exemplarisch für eine neue Form von Stadt- und Standortentwicklung. Statt auf Abriss und Neubau zu setzen, verfolgt die Betreiberfamilie einen anderen Ansatz. Bestehende Gebäude werden transformiert, ihre Nutzung neu gedacht und an zukünftige Anforderungen angepasst. Dabei geht es nicht nur um Architektur oder wirtschaftliche Effizienz, sondern auch um Fragen der Nachhaltigkeit, der Zusammenarbeit und der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen.
Die Wurzeln dieses Ansatzes reichen mehr als vier Jahrzehnte zurück. Damals begann Max Maiers Vater damit, das ehemalige Industrieareal Schritt für Schritt zu entwickeln. Heute führt Max Maier gemeinsam mit seiner Schwester Madlen Maier die Vision weiter. Dabei verbindet er klassische Werte eines Familienunternehmens mit neuen Ideen rund um Innovation, Nachhaltigkeit und Vernetzung.
urbanharbor versteht sich deshalb nicht nur als Immobilienprojekt, sondern als Plattform für Unternehmertum. Unternehmen finden hier nicht nur Flächen, sondern ein Umfeld, das Austausch, Kooperation und langfristige Entwicklung fördert.
Im Gespräch erklärt Max Maier, warum er urbanharbor als ein „Ökosystem“ versteht, welche Rolle Familienwerte in der Unternehmensführung spielen und weshalb Orte der Begegnung für die Zukunft von Arbeit und Innovation entscheidend sind.
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Die Fragen wurden gestellt vom KD Magazin.
Die Antworten stammen von Max Maier, ( Position ergänzen )
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urbanharbor ist kein klassisches Immobilienprojekt. Was bedeutet es für dich persönlich, ein Areal mit so viel Geschichte und Zukunftspotenzial weiterzuentwickeln?
urbanharbor ist für mich in erster Linie ein Ort der Transformation. Dieses Areal blickt auf eine über hundertjährige Industriegeschichte zurück, und genau diese Geschichte möchten wir nicht auslöschen, sondern weiterentwickeln. Statt Gebäude einfach abzureißen und neu zu bauen, versuchen wir bestehende Strukturen zu erhalten und ihnen neue Nutzungen zu geben. Ich sage oft: Wir recyceln hier keine Gebäude – wir recyceln Nutzungen. Das bedeutet, wir überlegen nicht nur, wie ein Gebäude heute genutzt wird, sondern auch, welche Anforderungen es in zwanzig oder dreißig Jahren erfüllen könnte. Dabei spielt auch die sogenannte graue Energie eine Rolle – also die Energie, die bereits im Bau eines Gebäudes steckt.
Für mich persönlich ist urbanharbor deshalb weit mehr als ein Immobilienprojekt. Es ist ein langfristiges Entwicklungsprojekt, das wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Aspekte miteinander verbindet.
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„Wir recyceln hier keine Gebäude – wir recyceln Nutzungen.“
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Du führst das Unternehmen als Familienbetrieb weiter. Welche Werte hast du von deinem Vater übernommen – und wo setzt du bewusst eigene Akzente?
Mein Vater hat das Fundament gelegt, auf dem wir heute aufbauen. Er ist ein klassischer Selfmade-Unternehmer, der mit viel Mut und harter Arbeit etwas aufgebaut hat. Von ihm habe ich Werte wie Zuverlässigkeit, Fleiß und Verantwortungsbewusstsein übernommen. Ein ganz wichtiger Punkt war für ihn immer, niemals mit dem Status quo zufrieden zu sein. Dieses Denken prägt mich bis heute.
Gleichzeitig leben wir heute in einer anderen Zeit. Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung oder neue Formen der Zusammenarbeit spielen heute eine größere Rolle als noch vor einigen Jahrzehnten.
Wir können heute nicht mehr auf eindimensionale Geschäftsmodelle bauen. Wir müssen mechanistische Weltbilder hinter uns lassen und anfangen, in komplexen Systemen zu denken, die dauerhaft miteinander in Wechselwirkung stehen.
In einem Familienunternehmen trägt man nicht nur wirtschaftliche Verantwortung, sondern auch emotionale. Spürst du manchmal das Gewicht dieser Generationen-Verantwortung?
Die emotionale Verantwortung, die ich empfinde, ist für mich persönlich in keiner Hinsicht negativ. Im Gegenteil: Sie ist eher ein zusätzlicher Antrieb und Ausdruck von Respekt.
Es geht nicht nur darum, die wirtschaftliche Komponente und den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Es geht auch darum, die soziale Verantwortung wahrzunehmen – Menschen Perspektiven, Arbeit und eine Existenz zu ermöglichen.
Ich bin sehr dankbar, nicht in einem anonymen Konzern zu arbeiten, sondern in einem Familienunternehmen. Und hier zählt jeder in meiner Familie dazu, vor allem meine Mutter. Sie hält den ganzen Laden zusammen und stärkt uns in jeder Lebenslage den Rücken.
urbanharbor verbindet Industriearchitektur mit moderner Arbeitswelt. War das von Anfang an eine klare Vision oder ist diese Identität über die Jahre gewachsen?
Diese Identität ist über die Jahre gewachsen. Es gab keinen großen Masterplan, der von Anfang an alles festgelegt hat. Vielmehr ist urbanharbor durch Begegnungen mit Menschen, durch neue Ideen und durch die Bedürfnisse der Unternehmen entstanden, die hier arbeiten.
Mein Vater hatte jedoch früh eine Philosophie, die bis heute trägt: Synergien entstehen aus Komplexität. Das bedeutet, dass Innovation oft dort entsteht, wo verschiedene Bereiche aufeinandertreffen. Wenn unterschiedliche Branchen, Unternehmen und Menschen miteinander arbeiten, entstehen neue Perspektiven.
urbanharbor hat sich deshalb Schritt für Schritt zu einem Ort entwickelt, an dem verschiedene Systeme miteinander verbunden sind – von Technologie über Energie bis hin zu neuen Food-Konzepten.
Was unterscheidet urbanharbor aus deiner Sicht fundamental von klassischen Gewerbeparks oder Büroimmobilien?
Der größte Unterschied liegt wahrscheinlich darin, dass wir hier nicht nur Flächen vermieten, sondern ein Umfeld schaffen möchten. Viele Gewerbeparks bestehen aus einzelnen Gebäuden, die unabhängig voneinander funktionieren. Unser Ansatz ist ein anderer.
Wir versuchen bewusst, Synergien zwischen den Unternehmen zu ermöglichen. Dazu gehört beispielsweise eine gemeinsame Infrastruktur wie die Plattformkantine oder Veranstaltungsflächen. Gleichzeitig entwickeln wir Gebäude so, dass sie sehr spezifische Anforderungen erfüllen können – etwa als Reallabore für neue Technologien.
Unternehmen können hier nicht nur arbeiten, sondern auch experimentieren und ihre Ideen direkt in der Praxis testen. Diese Kombination aus Infrastruktur, Netzwerk und Flexibilität macht urbanharbor zu einem besonderen Standort.
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Ihr vermietet nicht nur Fläche – ihr schafft Räume für Unternehmertum. Welche Art von Unternehmen zieht urbanharbor besonders an – und warum?
Wir ziehen vor allem Unternehmen an, die offen für Zusammenarbeit und Innovation sind. Viele Firmen suchen heute nicht mehr nur einen Arbeitsplatz, sondern ein Umfeld, das Kreativität und Austausch fördert.
Technologieunternehmen, Start-ups oder Entwicklungsabteilungen großer Konzerne fühlen sich in einem solchen Umfeld besonders wohl. Gleichzeitig achten wir darauf, eine gute Mischung aus verschiedenen Branchen zu haben. Wenn unterschiedliche Kompetenzen aufeinandertreffen, entstehen oft spannende Kooperationen.
urbanharbor soll ein Ort sein, an dem Ideen entstehen können. Deshalb versuchen wir, ein Umfeld zu schaffen, das nicht nur funktional ist, sondern auch inspirierend wirkt.
Mit so vielen Mietern auf einem Areal entsteht automatisch ein Netzwerk. Wie bewusst fördert ihr Austausch und Synergien untereinander?
Austausch entsteht nicht nur zufällig man muss auch Strukturen schaffen, die Begegnungen ermöglichen. Ein Beispiel dafür ist unsere Plattformkantine. Wir hätten auch zulassen können, dass jedes Unternehmen seine eigene Kantine betreibt. Stattdessen wollten wir einen Ort schaffen, an dem Menschen aus verschiedenen Firmen zusammenkommen.
Solche Begegnungen führen oft zu Gesprächen, aus denen neue Ideen entstehen. Darüber hinaus organisieren wir Veranstaltungen, Workshops oder Netzwerktreffen auf dem Gelände.
Unser Ziel ist es, urbanharbor als Community zu verstehen – als einen Ort, an dem Unternehmen nicht isoliert arbeiten, sondern Teil eines größeren Netzwerks sind.
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Innovation entsteht nicht in Gebäuden.
Sondern zwischen Menschen.
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Was braucht es heute, damit Unternehmer sich langfristig an einen Standort binden – ist es Preis, Lage oder vielmehr Identität?
Preis und Lage spielen natürlich eine Rolle. Aber allein reicht das nicht aus. Unternehmen suchen heute zunehmend nach Orten, die eine Identität haben und ihren Mitarbeitern ein attraktives Umfeld bieten.
Dazu gehören Infrastruktur, Austauschmöglichkeiten und eine gewisse Lebensqualität am Arbeitsplatz.
urbanharbor versucht deshalb, mehr zu sein als ein reiner Arbeitsplatz. Es soll ein Ort sein, an dem Arbeit, Begegnung und Inspiration zusammenkommen.
Darüber hinaus geht um Wettbewerbsfähigkeit. Dazu gehören technologische Infrastruktur, Standortfaktoren, Mobilität, CO₂-Reduktion sowie Räume für Begegnung und Kreativität. Am Ende geht es darum, Menschen zusammenzubringen.
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„Unternehmen suchen heute keine Fläche mehr – sie suchen Identität.“
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Beobachtest du eine Veränderung in der Mentalität von Unternehmern – gerade in Bezug auf Haltung, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung?
Ich glaube, dass viele Unternehmer heute stärker über ihre gesellschaftliche Rolle nachdenken. Themen wie Nachhaltigkeit oder soziale Verantwortung haben deutlich an Bedeutung gewonnen.
Das bedeutet nicht, dass wirtschaftlicher Erfolg weniger wichtig ist – aber viele Unternehmer erkennen, dass langfristiger Erfolg nur möglich ist, wenn wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Aspekte zusammen gedacht werden.
Gerade jüngere Generationen legen großen Wert auf Sinnhaftigkeit. Unternehmen, die glaubwürdig zeigen können, dass sie Verantwortung übernehmen, haben deshalb oft auch einen Vorteil im Wettbewerb um Talente.
Als Betreiber eines so großen Areals in Ludwigsburg seid ihr ein relevanter Wirtschaftsfaktor. Welche gesellschaftliche Rolle sollte ein Unternehmen dieser Größe übernehmen?
Unternehmen tragen immer auch Verantwortung für ihr Umfeld. Wirtschaftliche Wertschöpfung ist ein wichtiger Teil davon, etwa durch Arbeitsplätze oder Investitionen in der Region.
Darüber hinaus sehe ich aber auch eine kulturelle und soziale Verantwortung. Wir unterstützen zum Beispiel kulturelle Veranstaltungen wie die Ludwigsburger Schlossfestspiele oder engagieren uns in sozialen Projekten.
Gleichzeitig investieren wir in ökologische Initiativen – etwa in Biodiversität oder erneuerbare Energien. Für uns gehört all das zusammen. Wirtschaftlicher Erfolg sollte immer auch einen positiven Beitrag für Gesellschaft und Umwelt leisten.
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Wie wichtig ist dir Regionalität – also die bewusste Entscheidung, in Ludwigsburg zu investieren statt anonym zu expandieren?
Regionalität hat für mich persönlich einen hohen Stellenwert. Ich bin überzeugt, dass wir regionale Geschäftsmodelle entwickeln müssen, um diese später auf andere Regionen übertragbar zu machen.
Die Voraussetzungen sind überall unterschiedlich: Energieversorgung, ansässige Unternehmen oder geografische Gegebenheiten.
urbanharbor verstehen wir deshalb auch als Reallabor – unter anderem im Bereich der Lebensmittelversorgung. Wir arbeiten an Mehrweg- statt Einwegverpackungen, an neuen Lieferketten und Lösungen für die sogenannte „Last Mile“ im urbanen Raum.
Unsere Städte brauchen neue Lösungen.
In einer Zeit, in der vieles schnell und kurzfristig gedacht wird: Wie schafft man langfristige Stabilität in einem Familienunternehmen?
Langfristige Stabilität entsteht vor allem durch Werte und durch Menschen. Werte geben Orientierung, gerade in Zeiten großer Veränderungen.
Gleichzeitig spielen Mitarbeiter eine zentrale Rolle. Viele unserer Mitarbeiter sind seit Jahrzehnten im Unternehmen tätig. Diese Kontinuität schafft Vertrauen und eine starke Unternehmenskultur.
Wenn Menschen gerne in einem Unternehmen arbeiten und sich mit dessen Vision identifizieren, entsteht eine Stabilität, die weit über wirtschaftliche Kennzahlen hinausgeht.
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„urbanharbor ist nicht nur ein Ort zum Arbeiten –
sondern ein Ort, an dem Zukunft entsteht.“
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Wenn du nicht Unternehmer wärst – was würde dich reizen? Was treibt dich jenseits von Zahlen und Flächen wirklich an?
Mich interessiert vor allem die Frage, wie man nachhaltige Systeme gestalten kann – egal ob in der Wirtschaft, in der Landwirtschaft oder in der Energieversorgung.
Ich glaube, dass die großen Herausforderungen unserer Zeit nur durch innovative Lösungen und Zusammenarbeit gelöst werden können. Deshalb faszinieren mich Themen wie neue Ernährungssysteme, nachhaltige Technologien oder zirkuläre Wirtschaft.
Im Grunde treibt mich immer die gleiche Frage an: Wie können wir Dinge besser machen als bisher?
Gab es in deiner Laufbahn einen Moment, in dem du gemerkt hast: Jetzt trage ich wirklich die Verantwortung – jetzt gibt es kein Zurück mehr?
Wir wurden nie unter Druck gesetzt, das Unternehmen weiterführen zu müssen. Uns wurde immer die Freiheit gelassen, selbst zu entscheiden.
Deshalb gab es für mich nie diesen einen Moment, an dem ich das Gefühl hatte, es gäbe kein Zurück mehr. Ich habe mich bewusst für diesen Weg entschieden.
Nach meinem Studium im Jahr 2017 war ich eine Zeit lang im Ausland. Dort habe ich gesehen, wie Elefanten auf Plastikflaschen in ausgetrockneten Reservoirs bissen, wie riesige Gletscher schmelzen, Korallenriffe ihre Farben verlieren und täglich große Mengen Müll an Strände gespült werden.
In diesem Moment habe ich erkannt, welche Möglichkeiten und Potenziale wir innerhalb unserer Business Group haben, um die Welt ein kleines Stück besser zu machen. Das ist das, was mich antreibt.
Wenn wir in zehn Jahren wieder hier sitzen: Wie soll urbanharbor dann wahrgenommen werden – wirtschaftlich, gesellschaftlich und kulturell?
Wirtschaftlich würde ich mir wünschen, dass im urbanharbor nicht nur im Bereich Dienstleistungen oder IT-Software Wertschöpfung entsteht, sondern auch wieder physische Produktion – etwa in den Bereichen Robotics, Food, Agrarindustrie oder Vertical Farming.
Wir sollten wieder mehr Dinge produzieren und nicht nur Dienstleistungen und Software anbieten. Diese Funktionalität haben wir auch in der Immobilienentwicklung mitgedacht. Unsere Hallen sind so ausgestattet, dass sie nach der Phase der Digitalisierung wieder als Produktionsflächen genutzt werden können – siehe beispielsweise das Konzept Hybrid Loop.
Kulturell wünsche ich mir, dass urbanharbor weiterhin ein Ort der Begegnung und des Netzwerks bleibt – für alle gesellschaftlichen Gruppen.
Außerdem wünsche ich mir, dass hier wieder mehr Kunst und Kultur stattfindet: Konzerte, Ausstellungen und Veranstaltungen. Vieles davon ist in den letzten Jahren – auch durch Corona – etwas verloren gegangen.
Gesellschaftlich möchten wir Dual-Use-Systeme gemeinsam mit regionalen Partnern und der öffentlichen Hand – wie den SWLB Stadtwerken, dem Landkreis Ludwigsburg, Rieber und Kärcher Futuretech – aufbauen, um resiliente Energie- und Versorgungssysteme zu schaffen. Ziel ist es, im Ernstfall – etwa bei einem Netzausfall der öffentlichen Stromversorgung, bei Naturkatastrophen oder geopolitischen Herausforderungen – die Versorgung mit Lebensmitteln und kritischer Infrastruktur sicherzustellen.
Darüber hinaus bin ich überzeugt, dass wir insbesondere mit Vertical Farming im Bereich der Ernährungswende richtungsweisende Modelle entwickeln – für Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft, Energieeffizienz und gesunde Ernährung – und damit auch überregional Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels und der Geopolitik geben können.
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urbanharbor ist kein Ort.
Es ist ein Prozess.
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Fazit
urbanharbor zeigt, wie sich ein ehemaliges Industrieareal in einen Ort der Zukunft verwandeln kann. Statt Abriss und Neubau steht hier Transformation im Mittelpunkt. Gebäude werden nicht ersetzt, sondern weitergedacht. Unternehmen arbeiten nicht isoliert, sondern in einem Netzwerk, das Austausch und Zusammenarbeit ermöglicht.
Die Entwicklung des Areals ist eng mit der Geschichte der Familie Maier verbunden. Was vor über vierzig Jahren mit der Vision eines einzelnen Unternehmers begann, wird heute von der nächsten Generation weitergeführt. Dabei zeigt sich, dass Familienunternehmen eine besondere Perspektive auf wirtschaftliche Entwicklung haben können. Sie denken oft langfristiger, berücksichtigen stärker gesellschaftliche und ökologische Aspekte und sehen Unternehmen nicht nur als wirtschaftliche Einheit, sondern als Teil eines größeren Systems.
urbanharbor ist deshalb nicht nur ein Ort für Büros oder Produktionshallen. Es ist ein Experimentierfeld für neue Formen des Arbeitens und des Unternehmertums. Hier treffen Technologieunternehmen auf Start-ups, Entwickler auf Designer und Ideen auf reale Anwendungen.
Im Gespräch wird deutlich, dass Max Maier urbanharbor nicht als abgeschlossenes Projekt versteht. Vielmehr sieht er das Areal als ein sich ständig weiterentwickelndes Ökosystem. Ein Ort, an dem sich neue Nutzungen, neue Technologien und neue Formen der Zusammenarbeit immer wieder neu entfalten können.
Vielleicht liegt genau darin der besondere Charakter dieses Standorts. urbanharbor ist kein fertiges Konzept, sondern ein Prozess. Ein Prozess, der zeigt, wie Wirtschaft, Architektur und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbunden werden können.
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Adresse:
urbanharbor
Schwieberdinger Straße 74
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